Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

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Die betriebliche Altersvorsorge bAV ist eine vom Arbeitgeber unterstützte Zusatzrente. Es gibt sie in der klassischen sogenannten arbeitgeberfinanzierten bAV: Hier übernimmt das Unternehmen vollständig die Beiträge zur Betriebsrente. Es steht allerdings Arbeitnehmern frei, einen Teil des Bruttogehalts per Entgeltumwandlung für die bAV einzusetzen. Dabei werden Beträge bis monatlich 276 Euro von den Sozialabgaben und bis 552 Euro von der Steuer befreit.

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Wir sehen derzeit einen großen Beratungsbedarf bei der bAV. Hintergrund: Durch zwei Gesetzesänderungen in den Jahren 2018 und 2019 sollten Betriebe und ihre Beschäftigten inzwischen mehr als vorher auf das arbeitnehmerfinanzierte Modell setzen. Wenn sich Arbeitnehmer*innen freiwillig für eine Betriebsrente entscheiden, haben die Unternehmen nunmehr die Pflicht, deren Beiträge zu bezuschussen. Gleichzeitig fallen auf monatliche Renten weniger Abgaben an, wenn die den Betrag von 160 Euro übersteigen.

Wichtig zu wissen: Die betriebliche Altersvorsorge bAV wird bei der Auszahlung versteuert. Den vollen Krankenversicherungsbeitrag zahlen aber gesetzlich krankenversicherte Rentner erst beim Übersteigen des Freibetrags von 160 Euro. Durch die Günstigerstellung der bAV lohnt sich das Modell mehr denn je, weshalb Arbeitnehmer*innen im Unternehmen nachfragen sollten, welche Art einer bAV möglich ist.

Wenn schon ein Modell existiert, sollten sie sich diesem anschließen. Wenn nicht, sollten sie ihren Chef auf ihr Recht zur Entgeltumwandlung hinweisen. Seit der Gesetzesänderung 2019 muss der Arbeitgeber 15 % zur bAV Prozent zuschießen. Er kann diesen Anteil auch erhöhen.

Für Arbeitgeber lohnt sich das Modell aus zwei Gründen:

  • #1: Sie binden damit fähige Fachkräfte, was heute nötiger denn je ist.
  • #2: Sie setzen ihren Anteil von der Steuer ab.

Arbeitnehmer*innen sollten allerdings beachten, dass sich die betriebliche Altersvorsorge bAV nicht unbegrenzt zu einem anderen Arbeitgeber mitnehmen lässt. Auch in diesem Punkt beraten wir Sie als Finanz- und Versicherungsmakler in der Region Köln. Wenn eine Mitnahme der Betriebsrente in eine neue Firma schwer möglich erscheint, können andere Formen der geförderten Altersvorsorge wie flexible Geldanlagen oder die Riesterrente sinnvoller sein.

Betriebliche Altersvorsorge bAV: Wie funktioniert das Modell grundsätzlich?

Grundsätzlich geht es darum, dass Unternehmen für ihre Beschäftigten eine Altersvorsorge abschließen, dass beide Seiten in diese einzahlen, was in Deutschland inzwischen vorgeschrieben ist, und dass dabei Steuern und Sozialabgaben gespart werden. Das Modell hat eine lange Tradition, in Deutschland wurde es schon vor über 100 Jahren durch erste große Unternehmen eingeführt. Anfangs zahlten nur die Arbeitgeber, später auch die Arbeitnehmer, zeitweise Letztere sogar allein, wenn ihr Chef sich nicht beteiligen wollte. Inzwischen ist diese Beteiligung gesetzlich vorgeschrieben (siehe oben). Die bAV schließt auch heute die Rentenlücke oder verkleinert sie zumindest. Arbeitgeber unterstützen sie größtenteils gern, teilweise ist sie sogar tarifvertraglich festgeschrieben. Den Anspruch haben im Jahr 2021 in Deutschland knapp 19 Millionen Beschäftigte, nämlich all diejenigen, die Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Arbeitnehmer*innen müssen diesen Anspruch nicht ausschöpfen, weil sich in manchen Fällen – etwa wenn das Unternehmen über die Mindestbeteiligung von 15 % keinesfalls hinausgehen will – andere Modelle eher rechnen können. Auch die eigene Steuerklasse kann dabei eine Rolle spielen. Was für Sie als Altersvorsorge am günstigsten ist, ermitteln wir für sie als Finanz- und Versicherungsmakler in Köln. Neben der Beteiligung des Arbeitgebers an der bAV spielen die beruflichen Pläne eines Arbeitnehmers eine große Rolle für den Abschluss der Betriebsrente im gegenwärtigen Unternehmen. Wenn er glaubt, in dieser Firma nicht alt zu werden, sollte er zunächst über andere Möglichkeiten der Altersvorsorge nachdenken, die wir Ihnen als Finanz- und Versicherungsmakler in Köln aufzeigen können. Wie sehr sich Beschäftigte mit ihrem Unternehmen verbunden fühlen, hängt von vielen Faktoren ab, so auch von der Art der Beschäftigung, dem betrieblichen Umfeld, dem Arbeitsort und dem Gehalt. Allerdings fließen in die grundsätzlichen Überlegungen auch immer Aspekte der betrieblichen Sozialleistungen mit ein. In Bezug auf die bAV können diese beträchtlich sein: Manche Arbeitgeber finanzieren diese sogar vollständig für ihre Beschäftigten, andere zu einem sehr großen Teil. Wieder andere sind nicht so großzügig und ziehen sich auf die Pflicht zum Angebot eine bAV zurück, die seit 2002 existiert, und ihre neuerdings festgeschriebene Beteiligung von mindestens 15 %, die sie auch nicht überschreiten. Wer nun als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer über den Abschluss einer Betriebsrente nachdenkt, sollte sich diese Rahmenbedingungen zunächst anschauen. Sie müssen im Unternehmen erfragt werden, wenn sie dieses nicht offensiv kommuniziert. Irgendein Angebot muss es für Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung geben.

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Warum weisen wir aktuell auf die betriebliche Altersvorsorge bAV hin?

Wir greifen als Finanz- und Versicherungsmakler in Köln dieses Thema nicht umsonst zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Dezember 2021) auf: Ab 2022 greift eine weitere gesetzliche Regelung zur bAV. Arbeitgeber müssen dann auch bereits bestehende Betriebsrentenverträge mit mindestens 15 % bezuschussen. Möglicherweise fällt der vorgeschriebene Zuschuss sogar noch höher aus, wenn der Tarifvertrag Ihrer Branche dies vorsieht. Wenn Sie also als Arbeitnehmer*in schon über eine bAV verfügen, die Sie vor längerer Zeit abgeschlossen haben (vor 2018), und nicht so sicher sind, ob Sie einen Zuschuss vom Arbeitgeber erhalten und wie hoch dieser ausfällt, schauen wir uns die Police sehr gern an. Es gibt mehrere Szenarien:

  • Sie haben vor längerer Zeit die bAV abgeschlossen und erhalten schon den heute vorgeschriebenen Mindestzuschuss von 15 %. Es wäre möglich, mit Ihrem Chef über eine Aufstockung dieses Anteils zu verhandeln, doch grundsätzlich erfüllt er seine Verpflichtungen.
  • Sie verfügen schon länger über die Zusatzrente, erhalten aber keinen Zuschuss vom Arbeitgeber. Dann dürfen Sie ab dem 1. Januar 2022 mindestens 15 % fordern, vielleicht aber auch mehr, wenn Ihr Branchentarifvertrag dies vorsieht.
  • Ihr Unternehmen bezuschusst die bAV, aber mit einem Anteil unter 15 %. Sie dürfen ab Jahresbeginn 2022 die Aufstockung auf 15 % verlangen.
  • Der Zuschuss beträgt zwar 15 % oder auch etwas mehr, liegt aber unter der Regelung für Ihren Branchentarifvertrag.
  • Ihr Arbeitgeber zahlt mehr als 15 % Zuschuss und verhält sich vorbildlich. Dann sollten Sie an dieser Betriebsrente nicht rütteln.

Rahmenbedingungen der Betriebsrente

Die betriebliche Altersvorsorge bAV lohnt sich grundsätzlich für diejenigen, die aufgrund ihres Einkommens im Alter nur mit einer kleinen Rente rechnen können. Seit 2018 kommt der Vorteil hinzu, dass sie auch bis 200 Euro (mindestens 100 Euro) sicher vor der Anrechnung auf eine eventuelle Grundsicherung im Alter ist. Exakt bedeutet die Regelung, dass die Rentner 100 Euro auf jeden Fall behalten, von darüber hinausgehenden Beträgen 30 % und insgesamt maximal 200 Euro. Die bAV wird bei ihrer Auszahlung mit Steuern und KV-Beiträgen belegt, das ist bei allen Renten so. Die betriebliche Altersvorsorge bAV lässt sich auch mit Rentenbeginn fallweise auf einmal auszahlen, was aber in der Vertragsgestaltung fixiert sein muss. Eine wichtige Randbedingung ist die Dauer der Beschäftigung im Unternehmen: Sie muss mindestens drei Jahre betragen, der Arbeitnehmer muss bei einem Wechsel zu einem anderen Unternehmen mindestens 21 Jahre alt sein. Wenn der Arbeitgeber in die Insolvenz geht, bleibt die bAV übrigens sicher. Dies sichert der PSV (Pensionssicherungsverein). Er übernimmt bei einer Insolvenz die Rentenzahlungen.

Wie können wir Ihnen als Finanz- und Versicherungsmakler aus Köln helfen?

Wir beraten Unternehmen und Beschäftigte zur betrieblichen Altersvorsorge. Für Unternehmen geht es darum, welche gesetzlichen Vorschriften sie beachten müssen und welches Modell (welche Zuschusshöhe) sich branchen- und firmenabhängig für sie am besten rechnet. Für Beschäftigte geht es darum, wie attraktiv eine bAV in ihrem gegenwärtigen Unternehmen für sie ist und ob es bessere Möglichkeiten der staatlich geförderten Altersvorsorge geben könnte. Sie wünschen eine Beratung? Nehmen Sie zu Ihrem Finanz- und Versicherungsmakler in Köln Kontakt auf!

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Yvonne Horn - Gavor Köln
Yvonne Horn

B.A. Insurance Management

Sales & Business Development